6.18. Menü: Fenster

6.18.1. Options

options menu
Fig.67 specialfunction
Abbildung 66: Spezialfunktionen

Dieser Menü-Eintrag und die Untermenüs ermöglichen den direkten Zugriff auf Einstellungsmöglichkeiten der Software (wurde bereits in Kapitel 8 beschrieben und vergleichbar mit Kapitel 6.11.5 und den Ersteinstellungen in Kapitel 6.2.5). Der Menüpunkt hat die selbe Funktion wie die Schaltfläche „Optionen“ (siehe Kapitel „Optionen” und „Hardware Überblick). Über dieses Menü kann die ent¬sprechende Register-Karte direkt erreicht werden. Außerdem ist es möglich die Fensterpositionen durch eines der Untermenüs zurückzusetzten.

 

6.18.2. Spezial-Funktionen

Dieser Menü-Eintrag bietet Zugang zu einigen besonderen, zusätzlichen Funktionen des Laserworld Showeditors. Einige dieser Funktionen können besonders für die Anpassung von importierten ILDA Frames hilfreich sein. Durch einen Klick auf diesen Menü-Punkt öffnet sich ein Dialog zum Zugriff auf die speziellen Funktionen geöffnet (Abbildung 66)
Die wichtigsten Funktionen sind:

“opt. Abstand” kann für die Optimierung der Punktabstände der aktuellen Figur verwendet werden. Die Optimierung arbeitet in Kombination mit dem „Pfad-Tool“ siehe Kapitel 6.18.9. Zuerst sollte das “opt. Abstand” und anschließend das “Pfad-Tool” angewendet werden. ”Opt. Abstand” unterteilt die Strecken einer Figur so lange, bis der in dem in der Eingabebox eingegebenen Wert erreicht wird (Optionen -> Ausgabe Optimierung -> Maximale Strecke Laser An).

Farbtabelle auf HE-Farbtabelle umwandeln: Wenn ein ILDA-File und eine dazugehörige Farbpalette, bspw. von Pangolin geladen ist, dann können die Farbwerte auf korrekte Laserworld Showeditor Farben umgewandelt werden, so dass das importierte File zusammen mit andern Laserworld Showeditor Figuren verwendet werden kann. Die importierte Figur kann dann als *.heb gespeichert werden.

RGB Punkt / Frame Normalisieren:Diese Funktion dient dazu, die RGB Werte der einzelnen Punkte so anzuheben, dass eine maximale Helligkeit erreicht wird. Die Farbwerte werden der nächsten Farbe mit mindestens einer Laserquelle auf maximaler Leistung angenähert. Zwei Optimierungs-Methoden sind möglich: „hellster Punkt von Frame auf Maximum heben“ oder „jeden Punkt auf max. Helligkeit anheben“. Um die Effekte beider Möglichkeiten zu sehen, wird empfohlen sie auszuprobieren.

 

6.18.3. DMX

Dieser Menü-Eintrag hat dieselbe Funktion wie die Schaltfläche „DMX“. Das DMX-Fenster wird geöffnet. (Siehe Kapitel 6.11.4).

 

6.18.4. Timeline

Dieser Menü-Eintrag hat dieselbe Funktion wie die Schaltfläche „Timeline“. Das Timeline-Fenster wird geöffnet. (Siehe Kapitel 6.11.2).

 

6.18.5. Effekte

Dieser Menü-Eintrag hat dieselbe Funktion wie die Schaltfläche „Effekte“. Der Effekt-Dialog wird geöffnet. (siehe Kapitel 6.11.3 und 6.2.4).

 

6.18.6. Automatik / Musikmodus

Abb.67 automatik
Abbildung 67: Automatik: Automatischer Laser Player

Dieser Menü-Eintrag öffnet das Fenster des Automatischen-Laser-Players (Abbildung 67).

Es werden zwei Automatik-Funktionen angeboten:

1) Automatik-Modus:
Mit dieser Optionen können die Pfade A-D mit jeweils 3 Spuren ausgegeben werden. Durch rhythmisches Klicken auf “Klick Beat”, kann die Geschwindigkeit der entsprechenden Spur spezifiziert werden. Bei jedem Takt-Ereignis wird eine zufällig aus der Figuren-Tabelle ausgesuchte Figur aufgerufen. Ein Klick auf die Schaltfläche „Start“ startet den Timer für die entsprechende Spur und die Ausgabe der Figuren.

2) Musik-Modus:
Der Laserworld Showeditor ermöglicht in Kombination mit Winamp VB Link eine musikgesteuerte Lasersteuerung. Sollten die Musikstücke über Winamp abgespielt werden, kann der Showeditor automatisch die Musik eine Frequenz-Analyse durchführen und die Geschwindigkeit der Laserfiguren dem Takt angepasst werden.

Um diese Funktion nutzen zu können ist der Das Winamp-Plug-In “Winamp VB Link” erforderlich. Es ist nicht im Funktionsumfang des Laserworld Showeditor enthalten und muss separat installiert werden. Das Plug-In kann im Downloadbereich der Website (http://www.showeditor.com/en/downloads) heruntergeladen werden. Außerdem ist es dem Programmordner des Laserworld Showeditors beigefügt.

Die Datei “vblink10.zip” kann über den Programmordner dieser Software gefunden werden. Die Datei “readme.txt” beschreibt die Installation des Plug-Ins. Auf der Website http://www.showeditor.com sind mehrere Tutorials aufgeführt, die genauer auf die Anwendung des Plug-Ins und unterschiedliche Betriebssysteme eingehen. In einigen seltenen Fällen, kann es notwendig sein einige Spezial-Tricks anzuwenden um die Treiber zum Laufen zu bringen. Dies wird in den Tutorials erklärt.

Ist das Plug-In aktiv, ist in der linken oberen Ecke des Monitors das „Softwarecave Logo“ von Winamp´s VB-Link sichtbar.
Bei jedem Takt-Ereignis wird eine, zufällig aus der Figuren-Tabelle ausgesuchte Figur aufgerufen. Ein Klick auf die Schaltfläche „Start“ startet den Timer für die entsprechende Spur und die Ausgabe der Figuren.

Fig.69 winamp plugin
Abbildung 68: Setup des Winamp Plug-Ins (Winamp/Options/ Visualizations/Select plugin)

Die Ausgabe der Spuren wird über das Klicken des „Schaltfläche „Enable“ (im Automatik-Fenster) aktiviert das Plug-In für die Frequenzanalyse.
Um die Spuren zu starten, ist es notwendig der das Feld „Start“ der entsprechenden Spur zu klicken. Wird die Musik in Winamp abgespielt, sollte die eingehende Frequenz im Bereich des VB-Winamp Links sichtbar sein (siehe Abbildung 67).
Die Zuordnung der Spuren zu den Frequenzen ist durch die Frequenzbreite aufgeteilt. D.h. Spur A ist den niedrigeren Frequenzen zugeteilt, B den mittleren und D den höheren.
Sechs der Spuren werden durch das linke Tonsignal bedient, die anderen durch das rechte.

Viele unterschiedlichen Funktionen und Einstellungen sind möglich aber die Beschreibung in diesem Handbuch beschränkt sich auf das Grundwissen. Es wird dem Nutzer empfohlen die Einstellungen für sich selbst auszuprobieren.

Durch die Felder “Speichern” und “Laden” können spezifische Einstellungen gespeichert und geladen werden. Durch “Alles Zurücksetzen” werden alle Einstellungen zurückgesetzt - es wird zur Vorsicht geraten! Über den Schieberegler “Abfrageintervall” wird das Zeitintervall für die Intensitäten der Frequenzanalyse eingestellt werden. Bei schnellen Computern wird empfohlen, den Regler für die Abfrage zu erhöhen.

LineIn Sound Mode
Winamp kann auch den LineIn-Eingang des PCs auswerten (für DJ–Musik von einem Mischpult etc…) Um diese Funktion nutzen zu können “linein://” als URL eingeben.

 

6.18.7. Beatcounter

Fig.70 beatcounter
Abbildung 69: Beatcounter: Dialog zur Ermittlung des Takts. (siehe auch ”Timeline-Editor -> Werkzeuge”)

Der „Beat-Counter” dient zur Ermittlung des Takts eines Musikstückes in BPM (Beats per Minute). Bei Anwahl dieses Menü-Eintrags öffnet sich der in Abbildung 69 dargestellte Dialog. Der Beat-Counter kann auch im Show-Editor über das Menü „Werk¬zeuge“ geöffnet werden.

Wurde ein Musikstück im Timeline-Editor geladen (per „Neue Show“) und „Play Song“ geklickt, wird die Musikwiedergabe gestartet. Nach Drücken einer beliebigen Taste außer der Leertaste oder nach einem Klick mit der rechten Maustaste auf das schwarze Fenster erfolgt ein Reset der Zähl¬rate. Danach werden die Beats durch rhythmisches Klicken mit der linken Maustaste auf das schwarze Fenster oder auch durch Drücken der Leertaste („Space“) gezählt. Oberhalb des Fensters wird die aktuell gezählte BPM-Rate angezeigt. Der rote Balken auf der rechten Seite zeigt an, wie weit der zuletzt eingegebene Beat von der bereits ermittelten mittleren Taktrate abweicht. Ist der rote Balken über der schwarzen Linie, ist das Klopfen zu schnell; ist es darunter, ist es zu langsam.

Durch einen Klick auf “Stop Song” wird die Tonausgabe gestoppt.
Je länger der Takt aufgenommen wird, desto genauer erfolgt die Berechnung der BPM-rate.

 

6.18.8. Tool: Wellengenerator

Der “Wellengenerator” ist ein spezielles Tool für die automatische Erstellung von Wellen und anderer periodischer Figuren. Es stellt eine Vielzahl von verblüffenden, automatisch erstellten Animationen, die wenn sie manuell erstellt werden würden, sehr viel Zeit in Anspruch nehmen würden.

Fig.71 extra tools
Abbildung 70: Extra Tools: Wellengenerator

Das Arbeitsprinzip des Wellengenerator funktioniert wie folgt: (sehr technisch, aber nicht direkt notwendig um das Tool nur zu nutzen.) Der Wellengenerator besteht aus acht einzelnen Generatoren. Jeder kann seine eigene Wellenform erstellen. Die Amplituden der Wellenformen sind platz- und zeitabhängig.
Die Amplituden beginnen theoretisch mit einer Bandbreite von -100% bis 100%, da die “echte” Amplitude (Höhe des Signals) auch aus einer Verbindung mit den Punktwerten entsteht (Vergleichbar mit dem Punkt-Optimierungs-Tool in Kapitel 6.3.6). Die Amplitude kann einem Punktbereich wie X/Y-Koordinaten oder einer Farbe zugeordnet werden. Alle Generatoren arbeiten auf eine ähnliche Weise.

Jede Welle ist durch die Amplitude, die Frequenz (im Raum), der Dauer (Zeit) und der Phase gekennzeichnet.

Die Frequenz beschreibt die Anzahl der Wellenberge und Wellentäler pro Einheitsstrecke im Raum. In Abbildung 70 ist die Frequenz 1 des Wellengenerators1 der y-Koordinate zugeordnet worden. Die Amplitude beträgt 20000. Daher hat die generierte (große) Welle einen Wellenberg und ein Wellental. Den Generator für Welle 2 wurde auch auf y bezogen, jedoch mit kleinerer Amplitude 5000 und Frequenz 10. Das ergibt die kleine Welle mit 10 Wellenbergen, die die große Welle überlagert (Vorschau-Fenster in Abbildung 70).

Die Periode T beschreibt die Dauer, die ein ortsfester Punkt der Welle braucht um aus dem Wellental zum Wellenberg aufzusteigen und wieder ins Tal zurückzukehren. Diese Dauer wird in Millisekunden angegeben. Im Beispiel in Abbildung 70 beträgt die Schwingungszeit vom Wellengenerator1 genau 1000ms, daher benötigt ein ortsfester oszillierender Punkt der Welle 1s um eine komplette Periode zu durchlaufen (einmal hoch und wieder runter).

Die Amplitude beschreibt die Intensität der Welle (oder, wenn benutzt, die Farbe): Mit anderen Worten: Sie beschreibt die Höhe und Tiefe des Wellenbergs und –tals. Der Generator arbeitet intern mit relativen Werten (in %), da die Amplitude verschiedenen Punkteigenschaften zugeordnet werden kann. Farben werden mit Werten zwischen 0 und 255 für jede Grundfarben RGB und Koordinaten mit Werten zwischen -32768 und + 32767 beschrieben. In Abbildung 70 ist die große Welle mit einer Amplitude von 20000 und die überlagerte kleinere Welle mit einer Amplitude von 5000 angezeigt. Des Weiteren sind in der Abbildung auch die Generatoren 3 und 4 dargestellt. Die entsprechend den Farben rot und grün zugeordnet sind. Da sie die Frequenz 1 und eine Amplitude von 30000 aufweisen, generieren sie Farbe Weiß (in Kombination mit blau), die teilweise die Welle auflösen lässt.

Die Phase beschreibt um wie viel Grad die Oszillation (im Vergleich zu einer Welle mit der Phase 0) verschoben wird. Ein Beispiel soll die Eigenschaften einer Phase erklären: Nimmt man eine Sinus-Kurve für die X-Achse und ebenfalls eine für die Y-Achse ist das Ergebnis eine Linie die um 45° um die Achsen rotiert. Um einen Kreis zu erhalten, wird eine Kosinus-Oszillation für eine der beiden Achsen benötigt. Grundwissen der Trigonometrie: Eine Kosinus-Funktion entspricht ein Sinusfunktion mit einer um 90° verschobenen Phase (ist sin(x) = 1, dann ist cos(x) = 0 und sin(x+90°) = 0. Dies gilt auch umgekehrt.)

Alle Wellen können auch als Dreieck- oder Rechteck-Schwingungen ausgeführt und in der Richtung umgedreht werden (Option Rückwärts).

Hinweis: Der Generator ist sehr flexibel aufgebaut. Es gab einige Nutzeranfragen die Anzahl der akzeptierten Zustände zu beschränken um die Bedienung zu vereinfachen. Dies würde jedoch die Flexibilität begrenzen. Da diese jedoch eine höhere Priorität genießt sollten folgende Umstände berücksichtigt werden:

Problem 1: Lange Berechnungszeiten und sehr große Dateien:
Werden für verschiedene Generatoren Frequenzen und /oder Schwingungszeiten eingestellt, die nicht einem ganzzahligen Vielfachen voneinander entsprechen, kann die Berechnungszeit für die Welle sehr, sehr lange ausfallen! Des Weiteren wird die Dateigröße durch die hohe Anzahl an zu kreierenden Frames signifikant erhöht.

Der Anwender wird ermutigt, die verschiedenen Effekte der Einstellungen auszuprobieren.
Es ist nicht notwendig selbst die Frameanzahl zu berechnen – beachtet werden sollte jedoch folgenden Warnhinweis:

framecount
Es ist empfohlen die Framezahl nicht über 1000 zu setzen.

Globale Einstellungen:

Die Globalen Einstellungen“ beziehen sich auf alle Generator-Spuren

“Punktzahl der Figur” gibt die Anzahl der Punkte einer Welle (eines Frames) an.

“Bilder pro Sekunde” stellt die Frame-Rate für die Ausgabe ein. Dieser Wert kann später auch wie das Anpassen der “Bilder pro Sekunde” geändert werden. (siehe Kapitel 6.4.6) Wird die Meldung “Framecount >1000” angezeigt, kann das Problem durch die Reduktion der Frame-Rate auf bspw. 30 das Problem der zu vielen Frames lösen.

Durch Aktivierung des “X von l. nach r. zeichnen” wird eine horizontal orientierte Welle erstellt (wurde im Beispiel in Abbildung 70 angewendet).

Durch Aktivierung “Y von oben nach unten zeichnen” wird eine vertikal orientierte Welle erstellt.

Werden beide Optionen gleichzeitig angewendet ergeben sie eine diagonal verlaufende Welle. Wird nur eine der beiden Optionen gewählt dann werden alle Amplituden, die der deaktivierten Option zugeordnet wurden, deaktiviert.

“Farben auf Maximum = 255 anheben (normalisieren)” hebt die Farbwerte so an, dass mindestens einer der Farbkanäle auf voller Ausgabeleistung arbeitet. Dies erhöht die Sichtbarkeit der Farben, kann aber die Farben etwas verändern.

Mit dem “Shutter” werden die Wellen zerstückelt angezeigt. Die Welle besteht aus vielen einzelnen Stahlen, die dem Verlauf der Welle folgen, ohne dabei eine Verbindung zwischen den einzelnen Punkten aufzuweisen.

Durch das Feld “Übernehmen” wird die Berechnung der Welle gestartet und diese nach erfolgter Berechnung als Figur 0 in die Figuren-Tabelle des Figuren-Editors übertragen. Dort kann sie weiter modifiziert (z.B. durch weiteres Morphen für eine flüssigere Ausgabe) und auf der Festplatte im Show-Ordner gespeichert werden.

Durch die Schaltfläche Vorschau” (wird zu „Stop“ wenn „Vorschau“ aktiviert wurde) wird eine Simulation der Welle im Vor¬schaufenster angezeigt. Ein weiterer Klick auf diese Schaltfläche stoppt die Simulation.

Durch die Schaltfläche Reset” werden alle Eingaben auf die Start-Werte zurückgesetzt.

Durch die Schaltfläche Werte laden“ werden bereits gespeicherte Wellenparameter geladen.

Mit der Schaltfläche Werte speichern” werden die Wellenparameter in einer Datei gespeichert.

 

6.18.9. Tool: Pfad-Tool

Fig.72 path tool
Abbildung 71: Extra Tools: Pfad-Tool. Eingabe des Pfads

Dies Tool ermöglicht das Erstellen einer animierten Multi-Frame-Figur, die einen bewegten Frame entlang eines animierten Pfads anzeigt.
Das Werkzeug besteht aus mehreren Modulen für die Eingabe:

A) Eingabe des Pfads
In Abbildung 71 wird der Dialog zur Eingabe des Pfades dargestellt. Es möglich diesen mit der Maus oder den Animationspfad aus den aktivieren Figuren des Figuren-Editors durch einen Klick auf “Pfad aus Figur” zu importieren. Für die Verifizierung des Ergebnisses kann das Aktivieren der Option “Ignoriere Blanking” hilfreich sein.

Hinweis:
Die Farben der Figur, welche für den Pfad verwendet wird, können übernommen werden. Figuren mit Farbverläufen können zu sehr schönen Ergebnissen führen.

Wenn der Pfad fertig eingegeben wurde, muss auf „Fertig” geklickt werden, um die Erstellung der Figur fortzusetzen. Entspricht der Pfad nicht den Vorstellungen, kann über “Reset” das Fenster wieder geleert / frei gemacht werden. Soll der Pfad einer Figur aus dem Figuren Editor entnommen werden, kann es nützlich sein, die Funktion “Abstands Optimierung” über das Menü Fenster -> Spezial Funktionen -> Abstands Optimierung aufzurufen um Zwischenpunkte auf den geraden Teilen der Strecke einfügen zu können.

Fig.73 path edit
Abbildung 72: Extra-Tools: Pfad-Bearbeitungs-Fenster

B) Pfad-Bearbeitungs-Fenster
In diesem Fenster (Abbildung 72) ist es möglich über die Schaltfläche Glätten“ den Pfadverlauf ohne Ecken und Kanten zu gestalten. Hier kann auch die Anzahl der Punkte des Pfadverlaufs über Wertezahl ändern” angepasst werden. Falls der Pfad aus einer Figur mit eckigen Verläufen stammt und die Ecken erhalten werden sollen, darf die „Glätten“-Funktion nicht angewandt werden. Wenn alle Arbeiten am Pfad fertig sind, gelangt man über „Fertig“ zum nächsten Modul.

C) Auswahl der Figuren und Optionen
Mit Hilfe dieses Moduls kann die dem Pfad entlanglaufende Figur ausgewählt werden. Dies kann die aktuell im Figuren-Editor gewählte Figur sein (Option Quelle/Gewählte Figur aus Hauptfenster) oder eine „Schlange“ (Option Quelle/Schlange).

Wenn „Schlange“ gewählt wird, ergibt dies ein sich entlang dem Pfad windendes Linienstück (schlangenähnlich), dessen Länge von der Einstellung bei Bild-Wiederholungen“ abhängt.

Wird Gewählte Figur aus Hauptfenster” ausgewählt, wird die aktuelle Figur aus dem Figuren-Editor im Fenster dieses Moduls angezeigt. (Für die Bewegung auf dem Pfad)

Fig.74 figure selection
Abbildung 73: Extra-Tools: Pfad-Tool. Auswahl der Figur und Optionen

Wurde im Figuren-Editor noch keine Figur ausgewählt, kann dies auch nachträglich ge¬schehen. Leider wird das Fenster nicht auto¬matisch aktualisiert - ein Klick zunächst auf „Schlange” und wieder auf “Gewählte Figur aus Hauptfenster” schafft Abhilfe.

Der rot-grüne Kreis markiert einen Anker-Punkt, der exakt auf dem vorgezeichneten Pfad bewegt wird. Dieser kann durch Anklicken verschoben werden.

Die Option Farbe aus” ist nur bei Anwendung der „Schlange“ von Relevanz. Es wird bestimmt, ob die Farbe aus dem (farbigen) Pfad oder die im Hauptfenster ein-gestellte Farbe (Hauptfenster”) als Grafikfarbe dient.

Die Option Ausblenden“ ermöglicht ein Ausblenden (blank) von Anfang und/oder Ende der Schlange oder der Figur, wenn sie auf Ja“ eingestellt wird. Durch Auswahl von Nein“ erfolgt keine Farbverlauf.

Der Wert, der bei Bild Abstand“ eingestellt wird, bestimmt im Falle der Schlange den Ab¬stand der Punkte und im Falle der Figur den Abstand der einzelnen Figurkopien, die für die Bewegung herangezogen werden (nur jede zweite, dritte etc…).

Der bei Bild Wiederholungen” (untere Scrollleiste) eingestellte Wert bestimmt im Falle der Schlange die Länge dieser oder bei der Figur die Anzahl der wiederholten Figuren.

Die Option Anfang-Ende Geblankt” (Start- und Endpunkt geblankt) bestimmt, ob die Figur am Start und am Ende des Pfads ausgeblendet wird (“Ja”) oder nicht (Nein“).

 

6.18.10. Tool: Stretch-Lines-Tool

Das Stretch-Lines-Tool erzeugt eine neue Figur die aus mehreren Frames besteht (Animation). Die Animation zeigt den Effekt wie eine Figur gerade gezeichnet wird. Mit anderen Worten: Das Tool wird verwendet um Figuren schrittweise zu vergrößern oder zu verkleinern. Letzteres ist nur bei bereits bestehenden und gespeicherten Figuren möglich.

Durch einen Klick auf die Schaltfläche Ausführen” im Teilfenster Jedes Linienzwischenstück aufziehen” ( Abbildung 74) werden alle in der Figur existierenden Linienstücke simultan aufgezogen (verlängert). Der in das Eingabefeld einzugebende Wert bestimmt die Anzahl der Einzelschritte, die zum Aufziehen angewendet werden.

Abb.74 stretch line tool
Abbildung 74: Extra-Tools: Stretch-Lines-Tool

Wird die Option Vor UND Zurück” ausgewählt hat dies zur Folge, dass die Serie der Frames in umgekehrter Reihen¬folge angefügt wird (also zuerst aufziehen und dann wieder ausblenden).

Die Option Alle Frames der Figur verwenden” ist nur bei Multi-Frame-Figuren (Animationen) sinnvoll. Ist diese Option gesetzt, wird für jeden Schritt der nächste Frame der Quell-Figur genutzt. So kann beispielsweise eine Welle langsam vergrößert werden, die zusätzlich dabei schwingt. Es ist daher von Vorteil, wenn hierbei die Anzahl der Frames der Quellfigur gleich der Anzahl der Schritte für das Aufziehen ist. Andernfalls werden einige Frames mehrfach genutzt oder übersprungen.

Die Optionen LineIn mit ansteigender (abfallender) Punktnummer” werden für das Entstehenlassen (Aufziehen) von Figuren verwendet. Dabei geben „Ansteigend” und „Abfallend” die Richtung des Prozesses an.

 

6.18.11. Tool: Bitmap-Trace-Tool

Fig.76 bitmap trace
Abbildung 75: Extra-Tool: Bitmap-Trace-Tool

Das Bitmap Trace Tool ermöglicht eine einfache Umwandlung von einfachen Logos und Grafiken in für den Laserworld Showeditor lesbare Dateien. Je komplexer die Bilder sind, desto schwieriger ist es für die Software eine geeignetes Ergebnis zu erreichen. Die besten Ergebnisse können mit Linien-Grafiken erreicht werden.

Über den Schieberegler im Werkzeug-Fenster können Anpassungen hinsichtlich der Interpretations- und Umwandlungseigenschaften des Laserworld Showeditors vorgenommen werden.

Die Funktionsweise:
Zunächst wird ein Bild durch “Bild laden” geladen. Nach einem Klick auf Kontur finden“ beginnt das Abtasten des Bilds Durch das Abtasten versucht das System, die Bildpixel automatisch in eine Vektorgrafik umzuwandeln.

Es wird empfohlen, dass die Gesamtzahl von 2000 Punkten bei einem 30 kpps Galvo-System nicht überschritten wird, da dies zu einem späteren Zeitpunkt zu flackernden Animationen führen kann.

Die Anzahl der „Tastpunkte“ wird über die vier Scrollleisten gesteuert: Eine Bewegung nach rechts führt zu mehr „Tastpunkten“, Bewegungen nach links zu weniger „Tastpunkten“. Die Herausforderung ist dabei, eine ideale Einstellung vorzunehmen, d.h. mit so wenigen Punkten wie möglich ein gutes Ergebnis zu erreichen.

Dafür ist es hilfreich, wenn das zu konvertierende Bild eine Breite von 800px hat und alle unnötigen Bereiche mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms vor dem „Abtasten“ entfernt wurden.
Durch einen Klick auf “Als Figur übernehmen” wird die Figur in die Figurentabelle des Figuren-Editors übernommen.

 

6.18.12. Tool: Farben durchschieben

Dieses Tool ermöglicht die Erstellung von animierten Multiframe-Figuren. Die unterschiedlichen Farben werden (je Frame) Punkt für Punkt “durchgeschoben”. Auf diese Weise wird ein funkelnder Effekt erzeugt (nur aus den Farben aus denen Figur besteht).

Beispielanwendung:
Gegeben ist ein Dreieck - Seite 1 ist rot, Seite 2 ist grün und Seite 3 ist blau. Insgesamt besteht es aus drei Farben (4, sofern die geblankten Punkte ebenfalls mitgezählt werden). Wird das Tool verwendet, so entsteht eine neue, aus 3(4) bestehenden Frames. Die Form des Dreiecks bleibt gleich, wohingegen bei jedem Framewechsel die entsprechende Farbe um Punkt für Punkt „weitergeschoben“ wird. D.h., dass die Farben der Seiten des Dreiecks bei jedem Framewechsel geändert werden.

Selbstverständlich funktioniert dies auch mit komplexeren Grafiken. Da dieses Tool nur Farben nutzt, die bereits in der Figur vorhanden sind, wirkt die Animation, die durch dieses Tool erstellt wird, homogen und bindet sich sehr gut in die allgemeine Farbauswahl ein.

Dieses Tool findet auch bei Multiframe-Figuren seine Anwendung. Es werden jedoch nur die Farben des ersten Frames durchgeschoben. Für die nachfolgenden Frames bleiben die ursprünglichen X/Y-Koordinaten dieselben. Daher ist es zwingend notwendig, dass die Anzahl der Punkte je Frame gleich ist, da ansonsten die fehlenden Punkte interpoliert werden müssen, was wiederum zu unerwünschten Ergebnissen führt.

Hinweis:
Um den Abstand zwischen den Punkten zu verringern wird empfohlen das “Abstand Optimieren” Tool zu verwenden. (Siehe Kapitel 6.3.6).

Wichtig:
Für die Anwendung des Tools wird eine bereits bestehende und gesicherte Figur benötigt. Nicht vergessen alle Änderungen an bestehenden Figuren vor der Nutzung dieses Tools zu speichern!

Abb.76 farben durchschieben
Abbildung 76: Extra-Tool: Farben durchschieben

Das Werkzeug bietet diverse Anwendungsoptionen:

“Richtung steigender Punktzahl“
Definiert die Richtung der durchzuschiebenden Farben.

“Auch Blanking verschieben”
Ist diese Option gewählt, wird auch die Punkteigenschaft „unsichtbar“ als Farbe angenommen und durch die Figur geschoben.

“Alle Frames der Figur”
Auf diese Weise wird die Arbeit mit Multiframe-Figuren ermöglicht. Es wird eine spezielle Farbe durgeschoben, die durch zwei Effekte realisiert wird:
1) Die Farben des ersten Frames der Figur werden durch alle Punkte, die durch das Tool generiert wurden in mehrere Frames geschoben.
2) Die Koordinaten der Punkte werden dabei von den vorhandenen Frames der Figur übernommen

Um das Verhalten und Potential des Tools zu verstehen, wird empfohlen, die verschiedenen Funktionen nutzerspezifisch auszuprobieren.

 

6.18.13. Tool: Farbverlauf einfügen

Dieses Werkzeug fügt einen Farbverlauf in die Figur ein. Im Effekt-Fenster besteht dazu bereits eine Möglichkeit dazu (siehe Kapitel 4.3) und tatsächlich verhält sich diese Funktion bis auf einen wichtigen Unterschied genau gleich: Der “Verwende Farbverlauf” – Effekt wird kurz vor der Ausgabe der Figur angewendet. Sollte beispielweise beabsichtigt werden Farben einer Figur mit einem Farbverlauf zu verschieben oder einen Farbverlauf für das Pfad-Tool zu verwenden, bleibt der “Verwende Farbverlauf” – Effekt aus.

Das Farbverlauf einfügen - Tool ermöglicht es, Farbverläufe direkt in Figuren zu integrieren. Da der Farbverlauf auf jeden Frame übertragen wird, können weitere Tools und Anpassungen mit Rücksicht auf den bereits angewendeten Farbverlauf angewendet werden. Es ist wichtig dass die Figur gespeichert wurde bevor das Tool angewendet wird.

Bei der Anwendung des Tools wird eine neue Figur erstellt. Der Abstand des Verlaufseffekts wird über ein Dialogfeld angegeben. Dort wird der Abstand der Farbverlaufspunkte eingegeben.

Abb.77 farbverlauf
Abbildung 77: Extra-Tools: Farbverlauf einfügen

 

6.18.14. Live Fenster

Öffnet das Live Fenster (siehe Kapitel 13)