9.2. Menü: Datei

Abb.105 timeline menue
Abbildung 105: Timeline Editor: Menü "Datei"

9.2.1. Show öffnen

Eine existierende Show kann über diese Schaltfläche ge¬öffnet werden. Über die Playlists oder einen Doppelklick auf die Show-Datei (Endung *.shw) im Windows Explorer können die Shows ebenfalls geladen werden.

 

9.2.2. Show speichern

Über diesen Menüpunkt wird die aktive Show gespeichert.

 

9.2.3. Show speichern unter

Mit dieser Funktion wird die aktive Show unter einem neuen Namen gespeichert. Es ist möglich den gleichen Ordner für verschiedene Shows zu verwenden sofern sie alle die Figuren verwenden die in diesem Ordner gespeichert sind. Die unterschiedlichen Shows in einem Ordner können auch unterschiedliche Musikdateien verwenden.

 

9.2.4. Neue Show erstellen

Durch einen Klick auf dieses Feld wird ein Dialog zur Auswahl der Musik-Datei geöffnet (*.wav oder *.mp3). Es wird empfohlen, dass vorab ein Show-Order, der die entsprechende Musikdatei enthält, ausgewählt wird. Alle Showdateien und Figuren müssen im selben Ordner gespeichert werden um für die Showprogrammierung zur Verfügung zu stehen.

Nach der Auswahl einer Musik-Datei und der Namensgebung der Datei öffnet der Figuren-Editor automatisch den Showordner und lädt alle verfügbaren Figuren und Frames in die Figuren-Tabelle. Mit der Erstellung der Show kann begonnen werden.

Sollte die Show mit einer *.wav-Datei programmiert und dann später (auf Grund der der Dateigröße) mit einer*.mp3-Datei abgespielt werden, müssen beide Dateien im Show-Ordner (mit der gleichen Bezeichnung aber unterschiedlicher Dateiendung) vorhanden sein. Ist die Programmierung abgeschlossen, wird die *.wav-Datei durch den Anwender gelöscht. Wird die Show neu geladen erscheint die Nachricht bezüglich der fehlenden Datei. Über Optionen -> Show kann die entsprechende *.mp3-Datei ausgewählt werden.

 

9.2.5. Neuer Showpart

Es ist möglich, Teile einer Show zu erstellen und sie alle im gleichen Showordner zu speichern. Jeder Teil (Showpart) wird wie eine „Figur“ gehandhabt und erscheint ebenfalls in der Figuren-Tabelle. Showparts können ebenfalls Tasten zugeordnet und dann in der Timeline oder Liveshows verwendet werden.
Es gibt einige Beschränkungen:

  • Ein Showpart darf (sollte) keine Aufrufe anderer Showparts enthalten (keine Überlappung von Showparts)
  • Falls mehrere Showparts gleichzeitig laufen, so hat das zuletzt gesetzte Ereignis Vorrang.
  • Es kann vorkommen, dass ein Showpart die Wiedergabe eines anderen Showparts unter bestimmten Umständen unterbrechen kann.
  • Showparts sind keine Figuren oder Animationen, sondern nur kleine Shows die Figuren und Effekte aufrufen.
  • Jeder Showpart sollte so gestaltet sein, dass nach seinem Durchlauf die Figuren, die aufgerufen wurden, auch wieder beendet sind
  • Showparts können auch für das Live-Fenster verwendet werden. Dadurch können mit einem Tastendruck Figuren und Effekte für mehrere Spuren aufgerufen werden.

Die Erstellung eines Showparts ist der Erstellung einer kompletten Lasershow (Timeline Show) sehr ähnlich. Es wird jedoch nur ein Abschnitt einer Show, z.B. ein Refrain, erstellt. Dieses Stück kann mehrfach in einer Show verwendet werden.

Durch einen Klick in das Menü Showpart -> Neuer Showpart wird die Musik ausgewählt (Dies ist zwingend, auch wenn die Show später ohne Musik bspw. im Live-Fenster abgespielt wird). Im Anschluss werden die gewünschten Ereignisse für den entsprechenden Showpart wie bei einer herkömmlichen Lasershow aufgenommen. Es können alle Effekte und Figuren genutzt werden.

Ist die Erstellung des Showparts abgeschlossen, wird dieser durch einen Klick auf Showpart -> Aus Sequenz erzeugen in der Figurentabelle als Figur gespeichert. Der Timeline-Editor wechselt wieder zur aktuellen Show. Die in der Figurentabelle gelb angezeigte Figur ist der entsprechend gespeicherte Showpart.

Das Icon kann über einen Klick mit der rechten Maustaste auf selbiges und durch Auswahl des Felds „Showpart Icon Bearbeiten“ geändert werden.
Der Showpart kann auch über einen Rechtsklick auf das Icon im Figureneditor bearbeitet werden. Das Programm öffnet den Timeline-Editor dann automatisch um den Showpart bearbeiten zu können. Nach der Bearbeitung müssen die Änderungen über Showpart -> Übernehmen übernommen werden.
Zur Erinnerung: Die Showpart „Figur“ muss auch wieder durch einen Klick auf “Speichern” im Figuren Editor gespeichert werden. Die aktuelle Show wird während der Bearbeitung zwischengespeichert (RAM). Den Computer nicht auszuschalten, ansonsten können die bearbeiteten Daten verloren gehen.

 

9.2.6. Timeline löschen

Über diesen Menüpunkt wird der gesamte Inhalt der Spuren gelöscht.

 

9.2.7. Show als ILDA-Datei exportieren

Über die Funktion, sofern die entsprechenden Rechte vorliegen, kann eine gesamte Show als ILDA-Datei exportiert werden. Shows im ILDA-Format können zwischen verschiedenen Lasershow Softwareprogrammen ausgetauscht werden, da die meisten Softwareprogramme auf dem Markt ILDA-Files importieren können. Jedoch ermöglichen viele von ihnen keinen ILDA-Export. Der Laserworld Showeditor erlaubt den ILDA-Export explizit.

Einige Aspekte sollten dabei berücksichtigt werden:

  • Die Show wird Inklusive der Optimierung und der geometrischen sowie der Farbkorrektur exportiert. Für den Export als ILDA-Datei sollten alle Optionen zurück- oder auf die Maximalwerte gesetzt werden (z.B. Ausgabegröße).
    Hinweis: Für diesen Vorgang ist die Import/Export Funktion von *.ini Dateien hilfreich. Dort kann eine *.ini-Datei nur für den Export erstellt werden.
  • Sollte mehr als ein Projektor verwendet werden, wird für jeden einzelnen eine ILDA-Datei erstellt (erkennbar an der an den Dateinamen angefügten Zahl).
  • Die ILDA-Datei enthält zwei-dimensionale Koordinaten.
  • Die ILDA-Datei kann eine Farbtabelle enthalten
  • Die ILDA-Datei sollte als RGB-Datei erstellt worden sein. Die Software erstellt keine ILDA-Dateien mit Pangolin-Farben
  • Wird die ILDA-Datei ohne Farbtabelle und RGB-Daten exportiert, werden die Farben später vermutlich nicht wie das Original abgebildet werden können.

Nach einem Klick auf den entsprechenden Menüpunkt kann den Instruktionen gefolgt werden.

Es wird empfohlen, die Framerate auf einen Wert zwischen 25 bis 50 Frames pro Sekunde einzustellen, auch wenn das später genutzte Galvo-System nicht in der Lage sein könnte die Show bei dieser Geschwindigkeit wiederzugeben. Es wird außerdem empfohlen, keine Farbkorrektur beim Export von ILDA-Dateien zu verwenden. Des Weiteren sollte auf eine Farbverschiebung zur Optimierung verzichtet werden. Eine gute Scanrate für den ILDA-Export sind 30kpps.

 

9.2.8. Show aus ILDA-Datei erstellen

Dieser Menüpunkt ermöglicht den Import von ILDA Dateien in die Timeline. Beim Importvorgang wird die Frames-pro-Sekunde Rate aus der Anzahl der Frames in der ILDA Datei und der Länge des Musikstücks berechnet. Die ILDA Datei wird wie eine ILDA Figur im Figuren Editor importiert. Drüber hinaus muss die Start-Framerate je Figur festgelegt werden (ein Vorschlag wird angegeben), die Tastenzuordnung muss erfolgen und die Figur (der ILDA Datei) muss als *.heb Datei abgespeichert werden.
Die Showdatei wird mit nur einem Event auf Spur 0 erzeugt. Der Name für die Show sowie verschiedene weitere Einstellungen werden abgefragt.
Für den Importvorgang ist es wichtig, dass die ILDA Datei mit konstanter Framerate angelegt ist (fps). Es wird dringend empfohlen ausschließlich ILDA Dateien zu verwenden, die unter Verwendung der Standard RGB Konfiguration erstellt wurden. Falls dies nicht der Fall ist, kann das Laden der Pangolin Farbpaletten Abhilfe schaffen (Siehe Kapitel 6.19.4).
Nachdem der Import erfolgreich abgeschlossen wurde, wird die originale ILDA Datei nicht mehr benötigt, da alle Informationen in das *.heb Dateiformat konvertiert wurden.

Falls der Import Schwierigkeiten verursacht oder nicht richtig funktioniert, findet sich weitere Hilfe im Showeditor Support Forum.

Wenn eine Mehrprojektoren-Show importiert werden soll müssen die einzelnen zusätzlichen Dateien für die anderen Projektorspuren einzeln manuell importiert werden. Sie werden dann als Figuren Dateien im Show-Ordner abgespeichert und müssen einer Taste zugeordnet werden, um in der Show genutzt werden zu können.

 

9.2.9. Schützen von Showdateien über Dongle-Schutz

Abb.106 dongle schutzAbbildung 106: Timeline Editor: Show Dongle Schutz

Laserworld Showeditor ermöglicht das Schützen von Shows, so dass diese nur mit einer entsprechend freigeschalteten Lizenz abgespielt und/oder verändert werden können. Der Schutz basiert auf der Lizenznummer des jeweiligen Showeditor Lizenzdongles /der Lizenzhardware.
Durch den Schutz von Shows ist es möglich, fertige Shows zu verkaufen, ohne eine unbefugte Weiterverbreitung befürchten zu müssen.

Es gibt zwei Arten von Show-Schutz:
a) Nur eine einzelne Show wird geschützt
b) Alle Shows innerhalb eines Show-Ordners werden geschützt

Der linke Bereich des Fensters (mit dem Button „Auf Figuren und Show anwenden“) steuert den Schutz für die aktuell geladene Show, der rechte Bereich den für alle Shows die im ausgewählten Ordner und dessen Unterordnern liegen. Mit Klick auf den Button „Auf alle Shows anwenden“ werden alle Shows im gewählten Ordner und den dazugehörigen Unterordnern geschützt.
Wenn die Option „Nichtgenutzte Dateien im Show-Ordner löschen” gewählt ist, werden alle Dateien, die nicht in der aktuellen Show genutzt werden, sich jedoch im jeweiligen Showordner befinden, gelöscht. Um diese Funktion zu nutzen ohne einen Kopierschutz anzuwenden, kann als Donglenummer „0“ eingetragen werden.

Es wird dringend empfohlen eine Sicherungskopie des Showordners anzufertigen bevor ein Zugriffsschutz angewendet wird.

Die Dongle-Lizenznummern die im Linken Bereich des Fensters eingegeben werden, finden für beide Arten des Zugriffsschutzes Anwendung. Die Berechtigungen verhalten sich folgendermaßen:

  • Nur die “Dongle-Nr. Rechte vergebend” kann Berechtigungen für den Zugriff verändern.
  • Wenn alle Nummern auf 0 gesetzt sind, sind keine Zugriffsrechte vergeben – die Show ist damit für jeden, der Zugriff auf die Showdaten hat, frei nutz- und veränderbar.
  • Es ist nur dann möglich Zugriffsrechte zu verändern oder zu vergeben, wenn entweder bisher kein Schutz zugewiesen ist oder die Donglenummer des angeschlossenen Lizenzdongles / Interfaces die entsprechenden Rechte dafür bereits besitzt.
  • Der Schutz bezieht sich auf alle Figuren und alle Show Dateien im jeweiligen Ordner
  • Es wird dringend empfohlen vor der Zuweisung eines Verzeichnisschutzes eine Sicherungskopie des jeweiligen Showordners anzulegen.

 

9.2.10. Liste der Shownamen und Playlisten (zuletzt geladene Sessions)

Die 10 zuletzt geladenen Show oder Playlisten werden im unteren Bereich des Menüs Datei zum einfachen Wieder-Aufrufen angezeigt.

Tutorial Video: Timeline Lasershow-Programmierung mit dem Laserworld Showeditor